Zur Historie des Schloss Osterstein


Das Schloss Osterstein

....ist ein historischer Teil sächsischer Schlossbaukunstgeschichte und spiegelt sich in der Zeit der Renaissance in seinem Ensemble an Bauwerken wider.

Der Historische Rat

....wurde im Jahre 2009 gegründet, um ständig das Thema „Zwickauer Märkte und Traditionen“, auf dem Laufenden zu halten und neue Recherchen voranzutreiben. Seit Beginn arbeiten Frau Dr. Angelika Winter (Stadtarchiv Zwickau), Herr Prof. Jürgen Härdler (Vorsitzender des ehem. Fördervereins Schloss Osterstein und Stadtführer), Herr Dr. Joachim Kessler (Sächsischer Historiker), Herr Norbert Peschke (Heimatgeschichtler und Journalist) sowie Herr Dr. Lutz Mahnke (Ratsschulbibliothek Zwickau) in diesem Rat aktiv mit. Gerne sind weitere Mitwirkende zur Entwicklung der Zwickauer Schlossweihnacht über die nächsten Jahre willkommen.

Die Chronik

Das Schloss Osterstein, als ehemaliges Stadtschloss von Zwickau, wurde erstmalig erwähnt als „Castrum Czwickaw“. Der Name Schloss „Osterstein“ lässt sich erst ab Mitte des 16. Jahrhunderts in den Dokumenten des Stadtarchivs nachweisen.

1292

Markgraf Dietrich von Meißen erwirbt die Stadt und somit die Burg. Jedoch noch am Ende des gleichen Jahrhunderts gehen Stadt und Burg in den Besitz des Reiches über. Zwickau wird zur Reichsstadt.

Anfang des 13. Jahrhunderts

Bei einem Stadtbrand wurde es stark beschädigt und später abgerissen.

1403

Unter Markgraf Wilhelm I. kam es zur Wiedererrichtung und wurde in deren Folge immer weiter ausgebaut.

Bis 1407

Martin Luther hielt eine weithin beachtete Predigt im Schloss vor vielen, hauptsächlich geistlichen Zuhörern.

2. Mai 1522

Unter Kurfürst Christian I. wurde Schloss Osterstein zu einem der repräsentativsten Renaissanceschlösser Sachsens umgebaut, aber schon knapp zwei Jahrhunderte später, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, verblasste der Glanz.

1587 - 1590

Das Schloss wurde letztmalig zur Ehrung eines Landesherrn genutzt. Ein Jahr später 1770 endet die Geschichte als Residenzschloss. Nun wurde der Beschluss zum Umbau in eine Landesgefangenenanstalt gefasst.

1769

Beginn der Landesgefangenenanstalt mit 14 Insassen. Zahlreiche prominente Häftlinge saßen ein, u.a. der Schriftsteller Karl May.

Nach der Schließung als Strafvollzugsanstalt der DDR wurde alles in die Hände des Rates der Stadt Zwickau überführt.

15. September 1775

Das Schloss Osterstein beinhaltete u. a. eine Waschanstalt und diente für verschiedene Betriebe als Magazinraum, Teile der Anlage wurden abgerissen und es verfiel seit etwa 1980 zusehends.

Ab Januar 1963

Es scheiterten verschiedenste Wiederaufbaupläne und das Schloss verkam immer mehr zum Schandfleck der Stadt Zwickau.

Seit 1990

Die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau des Schlosses erfolgte.

3. November 2006

Fertigstellung. Und heute erstrahlt Zwickaus wieder gewonnenes Wahrzeichen über die Stadtgrenzen hinaus.

2008

Traditionen & Bräuche


Wussten Sie, dass es in den vergangenen Jahrhunderten in Zwickau folgende Traditionen und Bräuche gab?

 

Den Narrenkäfig
...zur Züchtigung Kleinkrimineller, der mitten auf dem Marktplatz positioniert war!
Der Wisch
…der dazu diente, die Freigabe zum Kauf von Waren von Einheimischen und Gästen während des Wochenmarktes zu trennen!
Das Fürstenschießen
…welches anlässlich der Besuche der Kurfürsten im Schloss stattfand und verschiedenste Spiele miteinander verband.
„Zwickauer Oblaten“

…eine leckere Rezeptur mit Feigen- und Weinbeermus ist. „Zwickauer Küchenmeisterei“ oder „Fürstliches Mushaus“ … die so genannten Back- und Kochstuben waren.
Der Pritschmeister
…kannte Zeremoniell, Anstand und Sitte; strafte mit der Narrenpritsche, die aus Leder hergestellt war, jedes Vergehen; der Schuldige wurde zu einem Gerüst (des „Pritschmeisters Predigtstuhl“) gezogen, wurde auf eine bunt bemalte Bank gelegt und mit der Pritsche geschlagen, wozu der Pritschmeister eine Spottrede hielt; Pritschmeister war in den Farben der Stadt Zwickau und mit einer Narrenkappe gekleidet.